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 Canarias24.com: Newsarchiv vom Januar 2002

Mittwoch, 30. Januar 2002
Kaum noch Platz für weitere Einkaufszentren

Angesichts der wahrlich in reichlicher Zahl vorhandenen Einkaufszentren und Großmärkte könnte man die Kanarischen Inseln inzwischen nicht nur als Ferien-, sondern gleich auch noch als Einkaufsparadies bezeichnen. Mittlerweile ist jedoch die für die "Schlaraffenländer des Konsums" vorgesehene Fläche auf den Kanarischen Inseln zu 90% ausgelastet. Lediglich in San Bartolomé de Tirajana und Mogán im Süden von Gran Canaria sowie im Süden von Fuerteventura wäre noch ein Plätzchen frei. Das hat eine Untersuchung der kanarischen Generaldirektion für Handel ergeben,
die kürzlich in einer Plenarsitzung dem Parlament vorgelegt worden ist. Am selben Tag stand auf dem Verhandlungsprogramm der Parlamentarier auch ein nichtgesetzlicher Antrag der sozialistischen Fraktion, die Lizenzdekrete für weitere Hypermarkt-Multis auszusetzen.

Handelsmoratorium nicht vor Juni
Auf den Inseln gibt es derzeit insgesamt 14 sogenannte Großmärkte, die jeweils eine Fläche von über 2.500 Quadratmetern belegen. Neun davon befinden sich auf Gran Canaria, vier auf Teneriffa und einer auf Lanzarote.

Wie Adán Martín, Vizepräsident und Minister für Wirtschaft, Handel und Finanzwesen der kanarischen Regierung, kürzlich erklärte, wird das zukünftige Gesetz für vorbeugende Maßnahmen zur Aussetzung weiterer Handelslizenzen, kurz Handelsmoratorium, nicht vor Juni im Parlament verhandelt werden können. Auch der nichtgesetzliche Antrag der sozialistischen Fraktion, sobald wie möglich die Aussetzung der Dekrete zur Erlassung neuer Handelslizenzen zu verabschieden, wurde mit 18 Stimmen der Volkspartei und der Coalición Canaria abgelehnt. Sprecher beider Parteien begründeten ihre abweisende Haltung mit der baldigen Behandlung des tatsächlichen Gesetzesentwurfes.

Die sozialistische Abgeordnete Nieves Hernández Gorrín kritisierte die nachlässige Haltung der CC-Vertreter bezüglich eines Handelsmoratoriums. Dies habe zugelassen, daß innerhalb von
70 Tagen 19 neue Lizenzanträge gestellt worden seien, so Hernández Gorrín. Weiter monierte sie, daß die auf sechs Monate festgesetzte Frist zur Behandlung des Gesetzes "sowohl für den Handelssektor als auch für die Gesellschaft" zu spät komme.

Die Regierung hatte vor wenigen Monaten angekündigt, einen entsprechenden Gesetzesentwurf noch vor dem 15. Januar vorzulegen.
Die Einrichtung von immer mehr Großmärkten und Einkaufszentren hat besonders die kleinen und mittleren Unternehmen zu heftigen Protesten motiviert, da sie ihren Marktanteil – begründeterweise – gefährdet sehen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Freitag, 18. Januar 2002
Vermisster Tourist auf La Palma tot aufgefunden

Der seit Dienstag auf La Palma vermisste deutsche Tourist Thomas S. wurde gestern tot im Gebiet der Caldera de Taburiente aufgefunden.             

Angeblich handelte es sich um einen erfahrenen Bergsteiger, der am Dienstag in das Gebiet von Los Barros zu einer Wanderung aufbrach. Der Körper wurde nun in einem zu Naturschutzgebiet deklarierten Gebiet gefunden, zu dem der Zutritt aufgrund geschützter Flora verboten ist. Nach Angaben der Rettungskräfte sei er bei einem Sturz tödlich verunglückt.

Weiterhin wird auf Teneriffa im Gebiet der Cañadas seit 1. Januar ein 62 jähriger Deutscher vermisst.  (azl)

Freitag, 11. Januar 2002
Erboster Bürgermeister will eigene Währung für La Gomera

Der Bürgermeister von San Sebastián de La Gomera, Ángel Luis Castilla, zeigte sich gestern erbost, weil seine Insel auf den neuen Euro-Scheinen nicht auftaucht. Nun möchte er Beschwerde in Madrid und bei der Kanarischen Regierung einlegen und erreichen, dass Gomera auf die Scheine kommt.

Die historische Bedeutung Gomeras, der letzten Station Kolumbus vor der Entdeckung Amerikas, sollte Grund genug für eine Aufnahme sein, so Castilla. Notfalls werde sich Gomera eine eigene Währung zulegen und die neue Gemeinschaftswährung ignorieren.

Durch die geographische Lage der Kanaren musste bei den Entwüfen der Scheine die Europa-Karte schon so angeordnet werden, dass die Inseln überhaupt erscheinen. Bei soviel Aufmerksamkeit ist es dann aber unverständlich warum einfach zwei Inseln vergessen wurden.  (azl)

Samstag, 5. Januar 2002
Euro-Mangel auf La Palma

Auf der kanarischen Insel La Palma gingen gestern im Zuge der Einführung des Euro teilweise die Bargeldreserven aus. Bemerkbar machte sich dies zuerst an den Geldautomaten in Santa Cruz de La Palma und Los Llanos de Aridane. Nach Bankangaben waren 80% der Geldautomaten ausser Betrieb, da die am meisten nachgefragten 10 und 20 Euro-Scheine augegangen waren. Zeitweise wurden sogar auch die Bankschalter einiger Filialen geschlossen.

Anscheinend war der einzige Geldtransporter, der auf La Palma für die Auffüllung der Geldautomaten zuständig ist, vollkommen überlastet und konnte die Bestellungen der Bankfilialen nicht rechtzeitig erfüllen. Hinzu kommt der ausbleibende Rücklauf der neuen Währung von den Geschäften zu den Banken.

Nach Angaben der Banken soll sich der Zustand am Montag wieder normalisiert haben.  (azl)


 

 
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