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 Canarias24.com: Newsarchiv vom Januar 2003

Donnerstag, 30. Januar 2003
Carnaval 2003

Die Stadt Santa Cruz de Tenerife hat bereits damit begonnen, ihre Fühler auszustrecken, um lateinamerikanische Stars für einen Auftritt bei der großen Gala zur Wahl der Karnevalskönigin am 26. Februar zu gewinnen. Jedes Jahr kündigt das Festkomitee den Auftritt einer Berühmtheit aus der Musikbranche als Höhepunkt der festlichen Gala an.
2001 gastierte der puertoricanische Latinosänger und Frauenschwarm Chayanne auf der großen Karnevalsbühne. Allerdings war der Erfolg seines Auftritts als glanzvolles Tüpfelchen auf dem i umstritten. Seine Show dauerte wenige Minuten und er brachte nach einem gekonnten Play-back nicht einmal einen Gruß an Teneriffa über die Lippen.

Trotzdem läßt sich das Festkomitee von Santa Cruz nicht von der Idee abbringen, wieder einen internationalen Star auf die Insel zu holen.
Vergangenes Jahr war der Bekanntheitsgrad der Stargäste – die jungen Sternchen des TV-Wettbewerbs Operación Triunfo – etwas bescheidener, vielleicht auch aus Kostengründen. Dieses Jahr sollen die OT- Stars eher als Notlösung einspringen, denn José Carlos Acha, Verantwortlicher des Festkomitees, ist wieder auf der Suche. Vorgeschlagen wurden die international erfolgreichen Sängerinnen Shakira und Thalía. Nachdem ihre Manager sich über die Gage geäußert hatten, stand allerdings schnell fest, daß sie das Budget übersteigen. 240.000 Euro sollten für einen fünfminütigen Auftritt hingeblättert werden. Das schien auch José Carlos Acha zuviel.
Obwohl weiterhin nach erschwinglichen Stars auf dem internationalen Musikmarkt gesucht wird, rückt nun die Alternative der neuen Operación Triunfo-Stars wieder in den Vordergrund. Alt OT-Star David Bisbal, mit Abstand der erfolgreichste von Televisión Española lancierte Newcomer, gilt als Kandidat, aber auch die "Sternchen" der zweiten Ausgabe des TV-Wettbewerbs kommen in Frage.

Tiannamen-Platz
In Santa Cruz haben zwischenzeitlich auch die Arbeiten auf der Plaza de España begonnen, wo die große Karnevalsbühne langsam Formen annimmt. Am 4. Februar soll das Szenario fertig sein, das in diesem Jahr dem Tiannamen-Platz in der Verbotenen Stadt nachempfunden ist. Als dekorative Elemente sind außerdem die Chinesische Mauer, das Teehaus aus Madame Butterfly und ein sechs Meter hoher Buddha vorgesehen. Insgesamt wird die Bühne 1.200 Quadratmeter belegen.
Die Stadt hat auch schon 4.000 chinesische Lampions erworben, um damit die Straßen während der Karnevalszeit zu schmücken, und von einem Madrider Unternehmen, das auf die Ausstattung chinesischer Restaurants spezialisiert ist, wurden weitere dekorative Elemente gekauft.

Karneval 2003: Die wichtigsten Termine

Teneriffa/Santa Cruz
In Santa Cruz lautet das Karnevalsmotto "Der Zauber des Fernen Orients".

  • Sonntag, 16. Februar: Gala zur Wahl der Kinder-Karnevalskönigin
  • Donnerstag, 20. Februar: Gala zur Wahl der Senioren-Karnevalskönigin
  • Mittwoch, 26. Februar: Festliche Gala zur Wahl der Karnvalskönigin
  • Freitag, 28. Februar: Festankündigungsumzug "Cabalgata anunciadora"
  • Dienstag, 4. März: Großer Karnevalszug
  • Mittwoch, 5. März: Beerdigung der Sardine

Tanzveranstaltungen in Santa Cruz bis in die frühen Morgenstunden finden vom 28. Februar bis einschließlich 9. März statt. Jede Nacht – ausgenommen am 6. März – wird zur Musik verschiedener Salsa-Bands durchgetanzt.

Der Karnevalszug in Puerto de la Cruz findet traditionsgemäß am Samstag nach dem Zug in Santa Cruz, also am 8. März, statt. Das Karnevalsmotto der Touristenstadt lautet in diesem Jahr "Brasilien".

Gran Canaria/Las Palmas
Las Palmas’ Karneval ist in diesem Jahr dem "Rock’n’ Roll" gewidmet.

  • Samstag, 22. Februar: Gala zur Wahl der Karnevalskönigin
  • Sonntag, 23. Februar: Gala zur Wahl der Kinder-Karnevalskönigin
  • Dienstag, 25. Februar: Gala zur Wahl der Senioren-Karnevalskönigin
  • Freitag, 28. Februar: Wahl der "Drag Queen"
  • Samstag, 8. März: Beerdigung der Sardine.

Die berühmten "Mogollones", die Tanzabende, finden am 28.2., 2.3., 4.3., 8.3. und 9.3. statt.

Weitere Infos und das komplette Programm können Sie im Internet jeweils unter www.carnavaltenerife.com und www.laspalmascarnaval.com abrufen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Samstag, 25. Januar 2003
Schröder und Aznar: deutsch-spanischer Gipfel auf den Kanaren

Zum 17. deutsch-spanischen Gipfel treffen sich Bundeskanzler Gerhard Schröder und Ministerpräsident José María Aznar auf der Kanareninsel Lanzarote.       

Auf der Tagesordnung stehen die Entwicklung der Europäischen Konvention mit Blickpunkt auf die neue Europäische Verfassung und die durch die amerikanische Kriegsdrohung hervorgerufene Krisensituation im Irak im Vordergrund. Beide Regierungschefs werden auf Lanzarote im Hinblick auf die EU-Osterweiterung nachdrücklich dafür eintreten, daß diese keine Nachteile für die Mittelmeerländer mit sich bringen darf.

Beim Gipfel 2002 lag das Hauptgewicht der Gespräche auf dem gemeinsamen internationalen Kampf gegen den Terrorismus. Schröder und Aznar werden sich am Tag vor dem offiziellen Gipfelbeginn zu einem privaten Abendessen treffen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Freitag, 3. Januar 2003
Ölförderung in kanarischen Gewässern geplant

Die spanische Mineralölgesellschaft Repsol YPF vermutet in kanarischen Gewässern eine wahre Goldgrube an Rohölvorkommen. Laut Repsol-Präsident Alfonso Cortina könnte es sich um bis zu 1,4 Millionen Barrel bzw. 50.000 Kubikmeter Rohöl handeln.

Natürlich dürfen diese Schätze nicht ungenutzt bleiben, lautet zumindest die Meinung der Gesellschaft. So existiert natürlich auch schon ein Projekt mit dem klangvollen Namen Canarias aguas profundas, demzufolge auf einem Gebiet von 6.160 Quadratkilometern etwa 25 Kilometer von der Küste von Fuerteventura und Lanzarote entfernt Probebohrungen durchgeführt werden sollen. Sollten sich die Vermutungen bestätigen, würden zwischen 400 Millionen und 1,4 Milliarden Dollar in die Ölförderung investiert werden, so der Präsident.

Im ökologischen Mäntelchen
Cortina reiste Ende November anläßlich der Präsentation des von Repsol gesponserten Buches "Naturaleza en las Islas Canarias" nach Las Palmas de Gran Canaria, um auf den Kanaren die umweltfreundliche Flagge zu zeigen. Hier traf er sich unter anderem auch mit zahlreichen Unternehmern der Inseln, wollte in diesem Zusammenhang jedoch keine Stellung zu den zahlreichen Konfliktpunkten nehmen, die das Thema Ölbohrungen vor den Kanarischen Inseln bereits bei Bekanntgabe der Pläne vor einem Jahr hervorgerufen hat. Mit keinem Wort wollte er demzufolge auf den Einspruch eingehen, den die sozialistische Partei PSOE und die Inselverwaltung von Lanzarote gegen die von der spanischen Regierung Ende vergangenen Jahres erteilten Lizenzen zur Ölförderung an neun verschiedenen Stellen in kanarischen Gewässern eingelegt hat.

Solange sich der Rechtsvertreter des Staates zu dem Thema nicht geäußert habe, könne auch er nichts dazu sagen, so Cortina, der jedoch versicherte, daß die Ölförderungen nur innerhalb des gesetzlichen Rahmens durchgeführt werden. Wenn alles nach Plan läuft, könne schon in etwa vier Jahren mit der Ölförderung begonnen werden. Dafür aber müssen die Probebohrungen zunächst einmal positiv ausfallen, so Cortina.

"Äußerst geringe Auswirkungen auf die Umwelt"
Bezüglich der Spannungen, die wegen der Ölbohrungen zwischen Spanien und Marokko aufgetreten sind, meinte er lediglich, der Konzern werde sich "an die Anweisungen der Regierung" halten. Und natürlich werde die Ölförderung keine negativen Auswirkungen auf den Tourismus haben. Auch die Umwelt werde nur gering unter dem Eingriff zu leiden haben.
Umweltschutzorganisationen wie WWF/Adena sind jedoch keineswegs derselben Meinung. Schon seit längerem beobachten WWF-Mitarbeiter über Satellit Ölteppiche um die Kanarischen Inseln, die immer wieder durch illegale Tankreinigungen entstehen. Allein zwischen Juni und Oktober dieses Jahres wurden 147 große Ölflecken um die Kanaren gesichtet. 90% davon seien wissentlich entstanden, so WWF–Mitarbeiter José Trujillo.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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