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 Canarias24.com: Newsarchiv vom Februar 2004

Mittwoch, 25. Februar 2004
Kläranlage von Puerto de la Cruz in Betrieb genommen

"Heute können wir sagen, dass Puerto in die Moderne eingetreten ist." Euphorisch freute sich Puertos Bürgermeister über die endgültige Inbetriebnahme der Kläranlage EDAR, womit er ein Wahlversprechen eingelöst hat. Am 10. Februar fand die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem Cabildo und den Gemeinden des Orotavatals statt, in dem die Verwaltung der Kläranlage festgelegt wird. Sowohl Cabildo-Präsident Ricardo Melchior als auch die Kollegen aus La Orotava und Los Realejos waren voll des Lobes für Bürgermeister Marcos Brito. "Dank seiner Hartnäckigkeit wird jetzt unsere Lebensqualität erhöht, und wir können uns mit jeder anderen europäischen Stadt messen", sagte La Orotavas Bürgermeister Isaac Valencia.

Die EDAR läuft seit einigen Wochen auf Probe. Täglich werden über die Anlage 2.500 Kubikmeter Abwasser aus Puerto de la Cruz geklärt, um dann schadstofffrei ins Meer geleitet zu werden. Damit ist die Kläranlage jedoch nur zu 22% ausgelastet. Am 15. März wird die EDAR offiziell in Betrieb genommen und ab diesem Tag die Abwässer zahlreicher Hotels und Haushalte Puertos klären. Bis in spätestens drei Jahren sollen auch La Orotava und Los Realejos angeschlossen werden können. Dann wird das tägliche Klärvolumen auf 10.000 Kubikmeter erhöht. Bis dahin müssen jedoch noch einige Bauarbeiten am Abwassernetz durchgeführt werden. Insgesamt investieren die Gemeinden, das Cabildo, das Umweltministerium und die Regionalregierung 60 Millionen Euro in die Vorbereitung für die Vernetzung der drei Gemeinden und den Anschluss an die Kläranlage.

Die Kläranlage EDAR im Ortsteil Punta Brava wurde zwischen 1994 und 1996 gebaut. Seither lag sie aufgrund technischer und vor allem bürokratischer Schwierigkeiten still. Die Kläranlage war so konzipiert worden, dass alle drei Gemeinden des Orotavatals angeschlossen werden können, doch deren Abwassernetz war längst nicht auf dem neuesten Stand, und es wurden umfangreiche Bauarbeiten notwendig, um den Anschluss zu ermöglichen. Diese zogen sich nun über zehn Jahre hin. Immer wieder wurde die "unmittelbar bevorstehende Inbetriebnahme" der Kläranlage angekündigt. Es blieb jedoch eine Fehlmeldung. Im Rahmen der Wahlkampagne 2003 wagte Bürgermeisterkandidat Marcos Brito (CC) das Versprechen, wenn er auf den Bürgermeisterstuhl gewählt wird, werde die Kläranlage noch vor Ende des Jahres in Betrieb sein. Ganz so schnell ging es dann zwar nicht, aber immerhin hat Brito sein Wahlversprechen gehalten. Ob dabei eventuell auch die Tatsache eine Rolle gespielt hat, dass sowohl das Cabildo als auch die drei Gemeinden des Orotavatals CC-regiert sind, sei dahingestellt. Unverhältnismäßig schnell kam doch die friedliche Einigung, dass Puerto für die nächste Zeit im Alleingang die EDAR betreiben wird und Los Realejos und La Orotava später angeschlossen werden.

Neues Abflussrohr

Die kanarische Vizeumweltministerin Milagros Luis Brito, die ebenfalls bei der Abkommensunterzeichnung zugegen war, hatte Neuigkeiten dabei. Sie kündigte an, dass das Amt für Infrastrukturen der Regionalregierung grünes Licht für den Bau eines neuen Abflussrohres gegeben hat. Über dieses Rohr, dessen Technik, Bau und Installation etwa 3 Millionen Euro kosten, sollen die geklärten Abwässer ins Meer geleitet werden. Ein Großteil des geklärten Wassers wird in Zukunft auch für die Bewässerung von landwirtschaftlich genutzten Gebieten und Grünanlagen im Stadtbereich genutzt.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Dienstag, 10. Februar 2004
Cañadas-Straße im Umbau

Zwei Jahre werden die Straßenbauarbeiten voraussichtlich dauern, die soeben an der Straße zu den Cañadas begonnen haben. In Angriff genommen wurde jetzt das Teilstück zwischen La Orotava und Aguamansa.
6,5 Millionen Euro sind für diese 2,5 Kilometer lange Strecke veranschlagt. Hier werden Kurven begradigt, Kreisverkehre, eine Brücke, eine Unterführung und ein Aussichtspunkt angelegt, außerdem sieben Kreuzungen mit Wartespur sowie Fußgängerwege.

Die Anlieger haben den Baubeginn übrigens mit Feuerwerksknallern gefeiert. Lange genug haben sie darauf gewartet, dass der schlechte Zustand dieser vielbefahrenen Straße ausgebessert wird. Die Kehrseite der Medaille: Die Arbeiten führen immer wieder zu Verkehrsstaus.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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