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 Canarias24.com: Newsarchiv vom März 2002

Mittwoch, 27. März 2002
Santa Cruz: Der Kreuzfahrthafen der Zukunft

Santa Cruz de Tenerife wird der große Kreuzfahrthafen der Kanaren sein, so Sergio Arencibia, Marketing-Direktor der italienischen Reederei Costa Cruceros. Wie er sagt, ist Santa Cruz der einzige Hafen der Kanaren, der in der Lage ist, die großen Kreuzfahrtschiffe der neuen Generation aufzunehmen, die mit 3.500 Gästen an Bord die Meere befahren.

Seine Gesellschaft wird jetzt drei dieser neuen Megaschiffe erwerben und damit ihr Angebot auf 20.000 Plätze verdoppeln. Diese Neuerwerbungen werden derzeit in Italien und Finnland gebaut. Sie werden aufgrund ihres großen Tiefgangs und ihrer Tonnage (110.000 Tonnen) längst nicht alle Häfen anlaufen können, doch auf den Kanaren ist der Hafen von Santa Cruz durchaus in der Lage, diese Riesen aufzunehmen.

Arencibia betonte, daß nach dem 11. September 2001 die Veranstalter auf sogenannte "sichere" Ziele setzen, zu denen auch die Kanarischen Inseln zählen. Daher sei zu erwarten, daß in den nächsten Monaten mehr Kreuzfahrtschiffe als üblich die Kanaren anlaufen. Und: "In den nächsten 10 Jahren wird die Mehrzahl der Kreuzfahrtschiffe zur Kategorie der Megakreuzer gehören."

Beispielsweise ist die Costa Victoria seiner Reederei, die jüngst im Hafen von Santa Cruz zu Gast war, im Vergleich zu den neuen Megaschiffen gar nicht mehr so groß, und das trotz ihrer 90.000 Tonnen und ihrer beeindruckenden Dimensionen: Sie bringt es auf die Höhe eines 18-stöckigen Hauses. Doch die Giganten der fünften Generation werden sie noch gewaltig in den Schatten stellen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Dienstag, 19. März 2002
Hotelprojekt: Ein Traum von Friedensreich Hundertwasser

"Paradiese kann man nur selber machen, mit eigener Kreativität, in Harmonie mit der freien Kreativität der Natur." Dieses Zitat von Friedensreich Hundertwasser beschreibt das Vorhaben für eines der spektakulärsten Hotelprojekte, das jemals auf Teneriffa verwirklicht wurde. Unter Leitung der Firmengruppe Dr. Ebertz und Partner soll noch im März mit dem Bau des 5-Sterne-Ressorts der Dorint AG begonnen werden. Die Pläne für das Luxushotel Dorint Golf del Sur sind ein Werk des im Jahr 2000 verstorbenen genialen Malers, Ökologen und Architektur-Philosophen Hundertwasser, mit Sicherheit Österreichs berühmtester Künstler.

Hundertwasser, der von je her von einer Bauweise in Harmonie mit der Natur überzeugt war und mit der Grundidee "In der Natur gibt es keine geraden Linien" eine neue Form der architektonischen Gestaltung prägte, sah im Süden Teneriffas den idealen Standort zur Verwirklichung eines Traumes. Auf Vorschlag von Robert Rogner, Initiator und Erbauer des Thermen-Hotels von Bad Blumau in der Steiermark, das ebenfalls nach Plänen von Hundertwasser erbaut wurde, hatte der Künstler bereits 1998 mit der Planung eines ähnlichen Projektes für Teneriffa begonnen. Mit dem Hundertwasser-Hotel auf Teneriffa wird somit das letzte Architekturprojekt des verstorbenen Künstlers umgesetzt.

Am 21. Februar fand in der Hotelfachschule von Santa Cruz die offizielle Vorstellung des Projektes statt, das auf allgemeine Begeisterung stieß. Javier Álvarez Peñate und Silvia de Miguel stellten als Vertreter des Architektenteams, das auf Teneriffa mit der Ausführung des Projektes beauftragt wurde, die Einzelheiten des Architekturkunstwerks vor.

Das Dorint-Hotel Golf del Sur wird auf einem circa 45.000 Quadratmeter großen Gelände in der Gemeinde San Miguel de Abona, zwischen dem Südflughafen und dem Golfplatz Golf del Sur, entstehen. Damit sind ein einzigartiger, direkter Meerblick und die Nähe zu dieser Sportanlage und zum Flughafen garantiert. Die 5-Sterne-Anlage wird über 149 Doppelzimmer und 211 Suiten verfügen. Mehrere Swimmingpools mit Meer- und Süßwasser, Poolbar, Kinderclub und Wellness-Bereich gestalten den großzügigen Innenbereich. Das Zentralgebäude, das die Rezeption, die Verwaltung, die beiden Haupt-Restaurants, die Lobbybar und den Nightclub umfaßt, wird durch einen Konferenzbereich ergänzt. Insgesamt stehen den Gästen 5 Restaurants und 4 Bars zur Verfügung – von elegant und vornehm bis rustikal und informell.

Im Wellness-Bereich des Hotels kann sich der Gast auf 1.500 Quadratmetern verwöhnen lassen. Zu den besonderen Attraktionen zählen eine Saunalandschaft mit drei verschiedenen Saunen, Hammam sowie einem 37°C warmen Solepool, ein großzügiger Fitnessbereich sowie ein Behandlungsbereich für Kosmetik, Massage und medizinische Anwendungen. Da in erster Linie die Urlaubergruppe der Golf-Touristen angesprochen werden soll, ist auch die Nähe zum Golfplatz, der an verschiedenen Stellen direkt an das Grundstück des Dorint-Hotels angrenzt, ebenfalls von Bedeutung. Innerhalb der Anlage wird ein Kunstmuseum mit einem Dokumentationszentrum über das Leben und Werk von Friedensreich Hundertwasser entstehen, das auch für Besucher zugänglich sein soll.

Die verschiedenen Gebäude, aus denen sich die Hotelanlage zusammensetzt, tragen die unverwechselbare Handschrift des berühmten österreichischen Künstlers. In Hufeisenform gestaltet setzt sich die Anlage aus verschiedenen Gebäudekomplexen zusammen, die sich allesamt mit begrünten Dachflächen in die natürliche Umgebung einpassen.
Sonnige und warme Farben sollen in den Gästen den Eindruck des Wohlbefindens und eines positiven Lebensgefühls wecken.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Sonntag, 10. März 2002
Größtes Sonnenteleskop Europas auf dem Roque de los Muchachos eingeweiht

Der Roque de los Muchachos ist schon lange der Stolz der Kanaren. Berühmt für seinen klaren Himmel ist der höchste Berg der Insel La Palma zum Standort bedeutender europäischer Teleskope geworden und gilt heute als eine der wichtigsten astrophysikalischen Forschungsstationen der Welt. Nicht umsonst wird auf dem Roque am größten Teleskop der Nordhemisphäre gebaut, dem Grantecan. Die geringe Lichtverschmutzung auf La Palma liefert den Astrophysikern hervorragende Bedingungen zur Beobachtung des Universums, doch auch für die Einrichtung von Sonnenteleskopen sind die Bedingungen auf La Palma ideal.

Dies wurde am 2. März mit der Einweihung des größten Sonnenteleskops Europas erneut unter Beweis gestellt. Der Präsident der "Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften", Janne Carlsson, reiste persönlich auf die Insel, um die Sonnenwarte einzuweihen, deren Teleskop zur Sonnenbeobachtung mit einer Frontlinse von einem Meter Durchmesser ausgestattet ist. Damit ist dieses Teleskop nicht nur das größte Europas, sondern weltweit – hinter dem McMath-Pierce-Teleskop in Arizona (USA) – das zweitgrößte.

Janne Carlsson wies während der Einweihungszeremonie darauf hin, daß Schweden sich mit diesem Teleskop an die Spitze der Sonnenforschung stellt. Auch Goran Schamer, Leiter des schwedischen Instituts für Sonnenphysik, ist begeistert von dem Projekt. "Mit dieser neuen Technologie hoffen wir, sehr detaillierte Aufnahmen der Sonnenoberfläche zu bekommen. Durch einen sogenannten deformierbaren Spiegel können die durch die Erdatmosphäre bedingten Verzerrrungen ausgeglichen werden, um rund 70 Kilometer große Teilflächen der Sonnenoberfläche aufzunehmen", sagte Schamer. Mit dem neuen schwedischen Teleskop kommt die Astrophysik der Entschlüsselung der Geheimnisse des glühenden Sterns wieder einen Schritt näher.
Auch das astrophysikalische Institut der Kanaren IAC ist über die Einrichtung des neuen Sonnenteleskops erfreut. Ein Sprecher wies auf die Bedeutung dieses wissenschaftlichen Instrumentes auch für die Forschungsarbeit des IAC hin, da in einem Abkommen festgelegt ist, daß dem IAC 20% der Beobachtungszeit des Teleskops zustehen.

Das neue Teleskop ersetzt das schwedische Sonnenteleskop, das mit einer um die Hälfte kleineren Linse über zehn Jahre lang auf dem Roque de los Muchachos auf dem Gebiet der Sonnenforschung im Einsatz war.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Samstag, 2. März 2002
Marokko - neuer Tourismus-Konkurrent für die Kanaren?

Nach jüngsten Meldungen hat Marokko einen ehrgeizigen Plan in Angriff genommen, mit dem der Tourismussektor in dem nordafrikanischen Land maßgeblich angekurbelt werden soll. Konkret geht es bei dem Regierungsprojekt, das unter dem Namen "Marruecos Visión 2010" läuft, um den Bau von 150 Hotelanlagen mit einer Gesamtkapazität von 90.000 Betten, die an der marokkanischen Küste – und zwar sowohl an der Atlantik-Seite als auch an der Mittelmeerküste – entlang entstehen sollen. Die vorläufigen Pläne, die unter anderem auch die Einrichtung von Golfplätzen und Wohnanlagen für Residenten vorsehen, lassen deutlich erkennen, daß das Projekt auf dem reizvollen und erfahrungsgemäß wirksamen Konzept "Sonne und Meer" aufgebaut ist und für die Kanarischen Inseln ein ernsthafter Konkurrent auf dem Bereich des Tourismussektors werden könnte.

Wenn alles planmäßig verläuft, könnten die neuen Hotelanlagen bereits im Jahre 2010 den Betrieb aufnehmen. Die Weltbank hat dem Projekt bereits ihren Segen erteilt. Rund 2 Millionen Dollar wurden für die Erstellung von Plänen und Durchführbarkeits-Studien freigegeben. Und die marokkanische Regierung hat durch die Bestimmung von immensen steuerlichen Vorteilen und großzügigen Subventionen von staatlicher Seite auch den Weg für interessierte Investoren geradezu mit einem Samtteppich belegt. Auch die Preise dürften weltweit für größtes Interesse sorgen: Angeblich soll der Quadratmeter für touristische Unternehmen zwischen einem und drei Dollar kosten.

Wie der Direktor für touristische Investitionen des marokkanischen Wirtschaftsministeriums, Jawad Ziyat, kürzlich erklärte, sollen bis März die ersten Entwürfe, Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie technischen Untersuchungen stehen. Danach könne sofort mit der Auswahl möglicher Investoren begonnen werden.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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