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 Canarias24.com: Newsarchiv vom März 2005

Freitag, 25. März 2005
Kasino wird Puertos neues Luxus-Hotel

Das Tauziehen um die künftige Nutzung des Taoro-Gebäudes scheint zu Ende. Seit bekannt wurde, dass das heute darin untergebrachte Spielkasino in besser geeignete und zentraler gelegene Räumlichkeiten innerhalb der in Renovierung befindlichen Schwimmbadanlage Lago Martiánez umziehen soll, wurde über die Zukunft des historischen Bauwerks im Taoro-Park diskutiert und spekuliert.

Während das entscheidungsbefugte Insel-Cabildo eher dazu tendierte, das Gebäude in eine Hotelfachschule bzw. eine touristische Fortbildungsakademie zu verwandeln, sprach sich die Gemeinde für den Umbau zum Luxushotel aus. Immer wieder wandte sich der Gemeinderat an die zuständigen Leute im Cabildo, um Klarheit zu schaffen und eine Entscheidung zu fordern. Im Februar drängte Puertos Bürgermeister Marcos Brito das Cabildo zu einem Entschluss. Es müsse endlich eine Entscheidung getroffen werden, monierte der Bürgermeister, egal wie sie ausfalle. Andernfalls riskiere man, das Gebäude nach dem Umzug des Kasinos lange Zeit leer stehen zu lassen, was keinen guten Eindruck machen würde.

Jetzt hat das Cabildo endlich reagiert. Der Vizepräsident und Leiter des Tourismusamtes, José Manuel Bermúdez, gab das Ergebnis der Untersuchungen der eigens hierfür gegründeten Kommission bekannt. Diese hatte über die veschiedenen Möglichkeiten für die künftige Nutzung des Gebäudes beraten und nach eingehender Prüfung aller Varianten dazu geraten, das Gebäude tatsächlich in ein Luxushotel umzugestalten. Dieser Vorschlag scheint nach der Aussage Bermúdez’ zu urteilen auch im Cabildo auf Zustimmung zu stoßen. "Am wahrscheinlichsten ist der Umbau des heutigen Kasino-Gebäudes zu einem fünf-Sterne-Wellnesshotel", erklärte er. Damit könnte ein Defizit an Anlagen dieser Art im Orotavatal behoben werden, meint das Cabildo. In Puerto de la Cruz gibt es nur zwei fünf-Sterne-Hotels und nur ein einziges, das Hotel Botánico, bietet seinen Gästen einen großzügigen Spa-Bereich.

Um einen Betreiber für das Hotel zu finden, will das Cabildo einen öffentlichen Wettbewerb ausschreiben. Im Idealfall soll das Hotel von einem branchenführenden Unternehmen übernommen und im Stil des Hotel Mencey in Santa Cruz (Sheraton) geführt werden.
Trotzdem schließt das Cabildo eine Teilnutzung des weitläufigen Gebäudes als Tourismusakademie nicht aus, und auch die Abtretung des Gebäudes an das Tourismusministerium, um daraus ein nationales Parador-Hotel zu machen, gilt weiterhin noch als Alternative. Am wahrscheinlichsten, betont Bermúdez, ist und bleibt jedoch die Umfunktionierung des „Casino Taoro“ in ein Luxushotel.

Das erste große Hotel in Spanien

Das ehemalige Hotel Taoro wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf Initiative von Dr. Víctor Pérez unter der Bauleitung von Edward Beanes von dem Unternehmen Sinclair Hamilton gebaut. Die Pläne stammten von dem französischen Architekten Adolph Coquet. Im Jahr 1890 wurde der erste Teil der Anlage eingeweiht und erst drei Jahre später der zweite Teil des Gebäudes fertiggestellt.
Das Hotel Taoro war das erste große Hotel, das in Spanien eröffnete und soll zu damaligen Zeiten auch eines der wichtigsten in Europa gewesen sein. Es wurde in den folgenden Jahren unter verschiedenen Namen bekannt: "Hotel Inglés", "Gran Hotel del Balcón" und "Gran Hotel Taoro".

Im Jahr 1929 beschädigte ein Brand einen Teil des Gebäudes, der daraufhin neu gebaut werden musste. Jahre später erwarb das Cabildo die Hotelanlage. Nach mehrmaligem Betreiberwechsel wurde das Hotel 1950 von der Husa-Hotelkette übernommen, die die Anlage als Hotel im Jahr 1975 schloss. Danach wurde vom Cabildo entschieden, in dem Gebäude ein Spielkasino zu installieren, das 1979 eröffnet wurde. Ende dieses Jahres soll das Spielkasino in neue Räumlichkeiten in der Meeresschwimmbadanlage Lago Martiánez umziehen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Freitag, 18. März 2005
Große Pläne für touristische Neubelebung von Puerto de la Cruz

Vor allem das Image der Urlauberstadt sollte nach den Vorstellungen dieses Spezialplans im Sinne einer Modernisierung der Infrastrukturen, einer Restaurierung der Gebäudefassaden, einer Erneuerung und Verbesserung verschiedener Bereiche der Innenstadt, etc. aufpoliert werden.

Bislang ist von der Umsetzung dieser Vorhaben zwar noch herzlich wenig zu spüren, dafür wird bereits fleißig an weiteren großen Plänen gearbeitet. Puerto de la Cruz ist von der Regionalregierung zusammen mit Corralejo auf Fuerteventura und San Agustín auf Gran Canaria ausgewählt worden, um Pilotstudien bezüglich einer touristischen Sanierung im großen Stil durchzuführen. Die Projektstudie ist unter dem Namen Gesturis (Gestión Urbanística de Espacios Turísticos Degradados e Infradotados) bekannt und wird innerhalb des europäischen Programms Interreg III-B durchgeführt.

Avenida Generalísimo soll zur Fußgängerzone werden

Natürlich sind die von dem Architektenteam GBGV und dem Beratungsunternehmen Edei vorgestellten Inhalte des Pilotprojektes noch eine reine Traumvorstellung. Sie wurden allerdings von den Gemeinderatsmitgliedern und Vertretern aus Unternehmerkreisen im Rahmen der Präsentation am 9. März mit Interesse aufgenommen.
Die hauptsächlichen Veränderungen sind im Gebiet von Martiánez vorgesehen. So zählt zu den Vorschlägen der Projektplaner die komplette Umgestaltung der Avenida Generalísimo zur Fußgängerzone. Unterirdisch ist ein Parkhaus mit 900 Stellplätzen vorgesehen. Desweiteren soll der Martiánezabhang oberhalb des gleichnamigen Strandes in einen "öffentlichen Park" verwandelt werden, der mit einer Seilbahn und Rolltreppen den Ortsteil La Paz mit dem Meer verbindet. In den Plänen taucht auch das berühmte Iders-Gebäude auf, das seit Jahren aufgrund akuter Einsturzgefahr leer steht. Im Rahmen des touristischen Revitalisierunsprojektes soll darin ein modernes Kulturzentrum eingerichtet werden. Als i-Tüpfelchen des Projektes sollen alle Hotels und Wohngebäude im Gebiet von Martiánez renoviert werden.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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