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 Canarias24.com: Newsarchiv vom April 2004

Freitag, 23. April 2004
30.000 Ausländer kommen jährlich auf die Kanaren

Der Anteil an Ausländern, die sich auf den Kanarischen Inseln niedergelassen haben, hat in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum erfahren. Besonders seit dem Jahr 2000 zeigt das Datenmaterial des Statistikamtes INE einen enormen Zuwachs an ausländischen Neuzugängen auf den Inseln auf. Mit einem Rhythmus von 30.000 neuen Einträgen pro Jahr in den Einwohnermeldeämtern ist das Wachstum nahezu konstant gewesen. Heute sind auf den Kanarischen Inseln 179.495 Ausländer gemeldet. Das sind etwa 9,48% der Gesamtbevölkerung der Inseln.

Teneriffa registriert laut den statistischen Erhebungen die größte Zahl an Ausländern mit 79.432 Einträgen, etwa 25.000 mehr als die Nachbarinsel Gran Canaria, auf der 54.369 Ausländer eingetragen sind. Auf Teneriffa macht der Ausländeranteil in der Bevölkerung sogar 10% aus, während er auf Gran Canaria bei 7% liegt.
Unter den sogenannten kleineren Inseln verzeichnet Lanzarote den höchsten Ausländeranteil mit 21.543 Einträgen, was fast 15% der Bevölkerung sind. Auf Fuerteventura sind 18% der Inselbevölkerung Ausländer (13.458 Einträge im Einwohnermeldeamt). Auf La Palma leben 7.480 gemeldete Ausländer (8,7%) und auf La Gomera 1.923 (10%). El Hierros Bevölkerung besteht mit 1.288 Meldungen zu 12,6% aus Ausländern.

Die meisten kommen aus Europa

Die meisten der regulär gemeldeten Ausländer stammen aus Europa, besonders aus Deutschland und Großbritannien. Insgesamt sind es derzeit 88.159. Anfang 2000 waren es noch knapp 50.000. Ein Großteil dieser Personen sind Senioren, die ihren Lebensabend auf den Inseln des ewigen Frühlings verbringen wollen. Doch in den letzten Jahren sind auch immer mehr junge Europäer, speziell aus dem Osten, auf die Inseln gekommen, um hier ihr Glück zu versuchen.
Auch die afrikanische und asiatische Bevölkerung ist in den vergangenen drei Jahren gestiegen (von 7.000 auf 20.000 bzw. von 5.000 auf 50.000). Am aufsehenerregendsten ist jedoch der Anstieg der Übersiedler aus Südamerika. Während Anfang 2000 nur 15.783 Südamerikaner auf den Inseln gemeldet waren, sind es derzeit bereits über 60.000.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Donnerstag, 15. April 2004
Killerwale schwimmen auf Teneriffa zu

"Loro Parque" heißt eigentlich auf gut deutsch "Papageienpark" – und als Park für diese buntgefiederten Exoten öffnete der Loro Parque in Puerto de la Cruz auch vor über 30 Jahren seine Tore.

Doch das ursprüngliche Projekt hat sich im Laufe der Zeit enorm weiterentwickelt, und heute beherbergt der Park einen vorbildlichen Zoo, in dem die artgerechte Haltung der Tiere im Vordergrund steht. Die Voliéren der Papageien sind so groß, daß sie unter internationalen Vogelexperten höchstes Lob ernten; Gorillas, Sibirische Tiger und sonstige rar gewordene Exoten leben in Gehegen, die ihrem natürlichen Habitat nachempfunden sind.

Ein herrlich gestaltetes Aquarium mit einem sensationellen Haifischtunnel bringt dem Besucher die Unterwasserwelt nahe.
Mit enormem technischem Aufwand wurde hier sogar ein Südpol-Habitat errichtet, in dem Antarktis-Pinguine ein sorgloses Leben führen. Diese Vielzahl an Attraktionen und Spezies machen den Loro Parque zu einem weltweit einmaligen und berühmten Erlebnispark.

Doch Loro Parque-Gründer und Generaldirektor Wolfgang Kiessling ist immer für neue Überraschungen gut und mit der Erschaffung seines Paradieses noch längst nicht am Ende angelangt. In fast regelmäßigen Abständen wartet der unermüdliche Unternehmer mit teils revolutionären Neuigkeiten auf. Jetzt hat er ein Geheimnis gelüftet, über das schon lange Zeit spekuliert wurde: Der Loro Parque soll tatsächlich seine Killerwal-Show bekommen!

Vor der Insel-Prominenz präsentierte Kiessling die Pläne für den "Siam Park" in Costa Adeje und die Orca-Arena im Loro Parque und bezeichnete diese Vorhaben als seine zwei wichtigsten Großprojekte und -investitionen der nächsten zwei Jahre.

Aus den Plänen geht hervor, dass die Meerwasserbecken für die Schwertwale – er spricht in der Mehrzahl (!) – um ein mehrfaches größer ausfallen sollen, als Europas beliebtestes Delphinarium gleich nebenan, mit sechs Millionen Liter Meerwasser.

Für den Siam Park machte Wolfgang Kiessling seine prominenten Zuhörer neugierig auf die weltgrößte Riesenwelle und eine Kamikaze-Bahn. Tatsächlich wird der fernöstlich geprägte Siam Park Abenteuer pur bieten. Einen ganz besonderen Adrenalin-Stoß können sich Besucher versprechen, wenn sie in ein Becken mit Haifischen stürzen...

Das Wasser-Dschungel-Abenteuer soll 2006 oberhalb der Südautobahn an der Costa Adeje an der Ausfahrt Las Americas öffnen. Der Grundstein auf dem 180.000 qm großen Grundstück wurde im Dezember 2002 gelegt, und die Bauarbeiten haben bereits begonnen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Montag, 12. April 2004
Zukunftsprojekt: Wellen zur Stromgewinnung nutzen

Das Institut für erneuerbare Energien auf Teneriffa, ITER, hat im Rahmen des europäischen Programms Interreg III eine revolutionäre Idee vorgestellt. In dem Bestreben, die natürlichen Energiequellen der Insel optimal zu nutzen, will das Institut ein Projekt zur Umwandlung der durch Wellen erzeugten Energie in Strom entwickeln. Generatoren sollen an den Außenmauern der Hafenmolen die Kraft der Wellen in Strom umwandeln. Für die Durchführbarkeitsstudie dieser Idee sollen 600.000 Euro aufgewendet werden, teilt das Insel-Cabildo mit.

Diese Studie soll, so das Cabildo, an der Hafenmole des geplanten neuen Industrie- und Handelshafens in Granadilla durchgeführt werden. Der Bau dieses Hafens soll sich aus der Sicht zahlreicher Umweltschutzgruppen – auch Greenpeace – in höchstem Maße zerstörerisch auf die Umwelt auswirken, und es wird von vielen Seiten energisch dagegen angekämpft. Ein Projekt, das die Nutzung der natürlichen und umweltschonenden Ressourcen und damit den Umweltschutz fördert, scheint im Rahmen des umstrittenen Hafenprojektes ebenso widersprüchlich wie willkommen für diejenigen, die das Hafenprojekt rechtfertigen.

Saubere Energie für 75.000 Einwohner

Dank der alternativen Stromgewinnungsanlangen des Instituts für Technologie und erneuerbare Energien Iter können inzwischen 75.000 Einwohner von Teneriffa mit sauberer, sprich umweltfreundlicher Energie versorgt werden. Dieser Strom wird in den drei Windkraftanlagen und den zwei photovoltaischen Anlagen erzeugt, die das Iter auf Teneriffa betreibt, und fließt in das insulare Stromnetz ein.

Das Iter wurde vor 14 Jahren auf Initiative des Cabildos von Teneriffa gegründet. Seit jeher ist das erklärte Ziel des Instituts der Dienst an der Allgemeinheit. Schwerpunkt ist dabei die Erforschung umweltfreundlicher Alternativen zu den herkömmlichen Stromerzeugungsmethoden sowie die Förderung der erneuerbaren Energien.

Eine 100%ige Stromversorgung der Insel Teneriffa durch erneuerbare Energien – was bis vor kurzem noch nach Science Fiction klang, könnte in nicht allzu ferner Zukunft Wirklichkeit werden. Das Iter hat sich dies jedenfalls zu einem langfristigen Ziel gesetzt.
Seit Jahren wird daran gearbeitet die Voraussetzungen zu schaffen, um bis zum Jahr 2050 nahezu die gesamte Insel durch aus alternativen Quellen gewonnene Energie, wie Sonne und Wind, zu versorgen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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