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 Canarias24.com: Newsarchiv vom Mai 2002

Dienstag, 28. Mai 2002
Weltrekordversuch: Schwimmend von Teneriffa nach Gran Canaria

Der Langstreckenschwimmer und Weltrekordler in dieser Disziplin David Meca hat sich für den 30. Mai viel vorgenommen. An diesem Tag will er einen neuen Rekord aufstellen und die Distanz zwischen den Inseln Teneriffa und Gran Canaria schwimmend bewältigen. Bereits im Herbst letzten Jahres kündigte der tollkühne Schwimmer an, daß er am Regionalfeiertag der Kanaren, dem 30. Mai, den eigenen Rekord, den er letztes Jahr aufstellte, überbieten will. Ende des Sommers stellte sich Meca vergangenes Jahr der Herausforderung, von La Gomera nach Teneriffa zu schwimmen. Er erreichte sein Ziel und stellte mit einer Zeit von acht Stunden und sechs Minuten einen neuen Rekord auf.
Daß das Abenteuer Teneriffa-Gran Canaria ihm einiges mehr abverlangen wird, als die Strecke La Gomera-Teneriffa, ist ihm klar. Immerhin trennen La Gomera "nur" 44,5 Kilometer von Teneriffa. Zwischen Gran Canaria und Teneriffa allerdings liegen rund 52 Seemeilen (circa 100 Kilometer). Als Meca im Oktober letzten Jahres sein Vorhaben der Presse mitteilte, gab er selbst zu, daß es sich um eine "Wahnsinnsidee" handele. Andererseits sei er sich aber auch im klaren darüber, das diese Idee nur zum jetzigen Zeitpunkt realisierbar ist. Derzeit sei er in Hochform und man wisse nie, was die Zukunft bringt. David Meca schätzt, daß er am 30. Mai über 20 Stunden nonstop schwimmen muß, um sein Ziel zu erreichen. Dabei sei das größte Problem die Strecke, die er während der Nachtstunden schwimmen muß.

Derzeit bereitet sich der Hochleistungssportler im Süden Teneriffas auf den entscheidenden Tag vor, an dem er den Schwimm-Marathon, der unter dem Namen Canarias sin barreras ohne Gewinnabsichten organisiert wird, starten wird. Er habe bereits zahlreiche Trainingsstunden bei Nacht absolviert, um sich vorzubereiten, und er wisse, daß er trotz aller Zuversicht – woran es dem jungen Schwimmer nicht fehlt – nur eine zehnprozentige Chance hat, sein Ziel zu erreichen.

Da die Möglichkeit besteht, daß der Schwimmer zwischen Gran Canaria und Teneriffa nicht nur freundlichen Pilotwalen und Delphinen begegnet, sondern auch Haien, wird er von einem Käfig geschützt und selbstverständlich von mehreren Booten begleitet werden. Der Start ist für den 30. Mai gegen 00.00 Uhr am Hafen von Santa Cruz de Tenerife geplant, und laut den Schätzungen von Meca und seinem Team sollte er gegen 20.00 Uhr am selben Tag am Strand von Las Canteras in Las Palmas ankommen.

Meca ist davon überzeugt, daß er es schaffen kann. Danach aber will er erstmal nichts mehr von weiteren Rekorden wissen. "Wenn ich dieses Abenteuer hinter mir habe, werde ich meine ganze Zeit und Kraft für das Training für die Welt- und Europameisterschaften benötigen, bei denen ich auch wieder gut abschneiden will", sagte er.

Mentales Training
Über zwanzig Stunden alleine im Atlantik sind nicht nur eine körperlich schwere Belastung, die an die Grenzen des Erträglichen heranreichen. Auch im Kopf muß alles klar sein. Für David Meca ist sehr wichtig, daß er sich nicht alleine fühlt. Er weiß, daß er von Begleitbooten unterstützt wird, von denen ihm auch Flüssignahrung gereicht wird, um bei Kräften zu bleiben, doch er darf die Boote nicht berühren und kann während der gesamten Strecke mit niemandem sprechen. In diesen Momenten der Einsamkeit in der allergrößten Anstrengung sei für ihn wichtig zu wissen, daß die Menschen in diesen Begleitbooten da sind, außerdem denke er viel an die Familie und all die Freunde, Bekannte und andere Menschen, die ihm vertrauen und an den Erfolg glauben.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Dienstag, 14. Mai 2002
Jetzt neu: Das Canarias24-Reisecenter mit Flügen, Pauschalreisen und mehr!

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Sonntag, 12. Mai 2002
Kanaren weiter gute Position auf dem Urlaubsmarkt

Die Zahl der bis zum 31. März eingegangenen Kanarenbuchungen aus Großbritannien liegen um 16% unter den Buchungen, die im vergangenen Jahr zu diesem Stichtag vorlagen, so Daten des Consulting-Unternehmens Nielsen. Dabei schneiden die Kanaren im Vergleich zu den Balearen noch relativ gut ab: Dort liegen 21% weniger Buchungen aus England vor.

Hingegen weist Ashotel-Präsident Pedro Luis Cobiella darauf hin, daß 82% der englischen Teneriffa-Urlauber wiederkommen; rund 40% der Deutschen sind Teneriffa-Stammgäste, und auch vom spanischen Festland kommen 30% zum wiederholten Mal auf die Insel. Allerdings gibt Zontur-Generalsekretär Ramón Estalella in diesem Zusammenhang zu bedenken, daß die Wiederholer immer anspruchsvoller werden und neue Reize und Attraktionen auf ihrer Urlaubsinsel suchen.

Die gute Position, die Teneriffa nach wie vor auf dem Urlaubsmarkt hat, auch nach der durch den 11. September ausgelösten Krise in der Branche, "ist nicht etwa auf den Zufall zurückzuführen, sondern die Frucht der Arbeit vieler Jahre und das Ergebnis der guten
Beziehungen zu den großen Tour-operators", so Cobiella. Wohl mache sich seit dem 11. September eine deutlich verstärkte Tendenz zur Spätbuchung bemerkbar. Die Last Minute-Quote liege derzeit bei 40%.

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In Kooperation mit: Wochenspiegel

Dienstag, 7. Mai 2002
Baustelle am Humboldtblick verkommt zum Schandfleck

Zweihundert Jahre nachdem Alexander von Humboldt an dem nach ihm benannten Ausblick über das Orotavatal zu den Worten: "Ich habe schon viele schöne Täler dieser Welt gesehen, doch dieses übertrifft sie alle an Liebreiz und Harmonie" inspiriert wurde, nahm das Cabildo die Neugestaltung des 1960 angelegten und mit den Jahren heruntergekommenen Aussichtspunktes in Angriff. Das war im November 1999. Die Frist, die sich das Cabildo damals für die Fertigstellung der mit 540.910 Euro veranschlagten, umfangreichen Arbeiten stellte, betrug 15 Monate.

Proteste der Grünen
Anfangs ging der Bau auch recht flott voran. Schnell war zu erkennen, daß die vom Landschaftsamt des Cabildos als "perfekt in die Landschaft eingepaßtes Projekt" angekündigte Neugestaltung des berühmten Aussichtspunktes eher einer Art Bunker ähnelte, dessen hohe Außenmauer zumindest von der Straße aus die Sicht über das Tal vollkommen versperrt. Sogleich starteten die Grünen in La Orotava eine Aktion, um diesen schändlichen Bau zu verhindern, leider jedoch ohne Erfolg. Alexander von Humboldt würde sich möglicherweise im Grabe umdrehen, wüßte er von der Schandtat der Cabildo-Architekten. Trotzdem, die Genehmigungen waren erteilt, alle Umweltgutachten erstellt und damit dem bereits in Angriff genommenen Projekt nur noch schwer Steine in den Weg zu legen. Doch wer dachte, "vielleicht sieht das Endergebnis ja doch noch ganz passabel aus", der wartet bislang vergeblich, denn die Bauarbeiten liegen seit Monaten still und die Baustelle bietet einen verkommenen und verlassenen Anblick.

Das Rathaus von La Orotava, bei dessen Urbanismusamt bereits zahlreiche Anfragen und Klagen der Opposition und anderer Parteien eingingen, schiebt die Angelegenheit mit Recht dem Cabildo zu, das die Verantwortung für das gesamte Projekt trägt. Von der zuständigen Stelle bei der Inselverwaltung war zu erfahren, daß das mit der Durchführung der Bauarbeiten beauftragte Unternehmen zahlungsunfähig geworden sei und die Fristen nicht eingehalten habe. Um der Firma den Auftrag zu entziehen, habe man jedoch warten müssen, bis die letzte Frist abgelaufen ist, was nun geschehen sei. Jetzt wolle man so schnell wie möglich ein neues Unternehmen mit der Wiederaufnahme und Beendigung der Arbeiten beauftragen.

Derzeit bietet sich dem Besucher, der sich von seinem Reiseführer animiert in Richtung Humboldtblick begibt, ein trauriges Bild: Eine häßliche graue Mauer, Bauschutt, Dreck und Müll verschandeln den einst schönen Aussichtspunkt.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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