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 Canarias24.com: Newsarchiv vom Mai 2003

Montag, 26. Mai 2003
Sicherheit für Meeressäuger in kanarischen Gewässern

Juan Carlos Moreno Moreno, kanarischer Generaldirektor für Umweltpolitik, hat Mitte Mai im Rahmen einer Umwelttagung auf Fuerteventura ein ehrgeiziges Projekt zum Schutz der Meeressäugetiere in kanarischen Gewässern vorgestellt. So soll ein Meeressäuger-Reservat, "ein einmaliges Schutzgebiet für Meeressäugetiere" in der Zone von Sotavento bei Fuerteventura geschaffen werden.
Nach Aussagen von Moreno wurde das Projekt zur Schaffung dieses Meeres-Reservats mit Hilfe des kanarischen Ministeriums für Territorialpolitik und Umwelt ins Leben gerufen. Es soll unter anderem auch der Bewusstseinsförderung um die Notwendigkeit des Schutzes der Wale und Delfine bei Einwohnern und Besuchern dienen.
Vorkommnisse wie das dramatische Walsterben im September nach NATO-Militärmanövern vor der Küste von Fuerteventura verdeutlichen die Dringlichkeit derartiger Initiativen, so Moreno weiter. Nicht nur die Autopsie-Berichte über die nach den Manövern verstorbenen Tiere hätten einen direkten Bezug zwischen dem Walsterben und den Manövern hergestellt, auch die spanische Marine musste nach eigenen Untersuchungen zugeben, dass ein Zusammenhang "nicht ausgeschlossen" ist.

An der Ausarbeitung des Projektes haben, laut Moreno, eine ganze Reihe kanarischer Organisationen teilgenommen. Sein Kernstück ist die Schaffung eines geschützten Gebietes, in dem laut offiziellem Verbot keine Militärmanöver durchgeführt werden dürfen. Moreno bezeichnete das Projekt als einen „wichtigen Fortschritt in unserem Kampf“.

Direkter Zusammenhang zwischen Walsterben und Militärmanövern
Auch den Untersuchungsergebnissen der Universität von Las Palmas de Gran Canaria zufolge, die jetzt unter dem Namen "Bericht über die möglichen Ursachen für das Walsterben im Süden von Fuerteventura" veröffentlicht wurden, gilt der direkte Zusammenhang zwischen den Militärmanövern und dem darauffolgenden Walsterben als erwiesen.
Die Meeressäuger, die ansonsten gesund waren, starben eindeutig aufgrund eines akuten Schocks verbunden mit Gehirnblutungen, ausgelöst durch die Aktiv-Sonars der an den Militärübungen beteiligten Kriegsschiffe. Die Orientierungs- und Gehörorgane der Wale reagieren auf die von den Sonars ausgesendeten Frequenzen ebenso, wie das menschliche Gehör reagieren würde, wenn direkt daneben eine Pistole abgedrückt werden würde.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Freitag, 9. Mai 2003
Luftabwehrraketen für die Kanaren

Das spanische Verteidigungsministerium plant für das kommende Jahr die Stationierung von Luftabwehrraketen auf den Kanarischen Inseln. Wie von der spanischen Regierung bekanntgegeben wird, sollen die Mittelstreckenraketen des Typs AMRAA (Advances Medium Range Air to Air Missile) voraussichtlich auf Gran Canaria in Stellung gebracht werden. Die Raketen gehören zu einem Arsenal, das die Regierung im vergangenen Jahr insgesamt 22 Millionen Euro kostete. Die Anschaffung hatte am 27. September 2002 vom Ministerrat grünes Licht erhalten. Die Regierung hatte schon damals gegenüber dem Abgeordnetenkongress zugegeben, dass die Raketen mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Kanarischen Inseln stationiert werden sollen.

Nachdem der nationalistische Senator der Kanaren in Madrid, Froilán Rodríguez, jetzt Informationen über ein genaues Datum und die Gründe, die diese Maßnahme rechtfertigen, forderte, wurde erklärt, die Raketen erhöhten die Verteidigungsmöglichkeiten der Streitkräfte auf den Kanarischen Inseln, unter anderem weil ihre Reichweite die der bisher vorhandenen Luftabwehrraketen (des Typs Mistral, Roland und Aspide) übertreffe. Mitte kommenden Jahres sollen die Raketen mit großer Wahrscheinlichkeit auf Gran Canaria stationiert und voll funktionsfähig sein, hieß es weiter.

Nach den Plänen der Zentralregierung befragt, erklärte Adán Martín, Vizepräsident der kanarischen Regierung, er könne sich zu dem Thema nicht äußern, da er noch keine Informationen dazu erhalten habe. "Bislang wußte ich nichts darüber, dass auf den Kanarischen Inseln Raketen stationiert werden sollen", war sein bisher einziger Kommentar. Die Pläne aus Madrid könnten die kanarischen Nationalisten nun aber ganz schön in Zugzwang bringen, denn Teil ihres Wahlprogramms ist ihr Versprechen, die Kanaren zu "einem Forum des Friedens" zu machen und jeglichen Versuch, die Inseln aufzurüsten, im Keim zu ersticken.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Montag, 5. Mai 2003
Neuer Asphalt für die Landepisten an Teneriffas Südflughafen

Die Zivilluftfahrtbehörde AENA hat mit den angekündigten, umfangreichen Instandsetzungsarbeiten am Südflughafen Reina Sofía begonnen. Ende April wurde die dringend notwendige Neuasphaltierung der Start- und Landebahn sowie des Rollfeldes in Angriff genommen. Um den Flugverkehr so wenig wie möglich zu behindern, werden die Arbeiten in der Nacht durchgeführt und die ankommenden Maschinen während der Dauer der Arbeitszeiten auf den Nordflughafen Los Rodeos umgeleitet. Zwischen 23.30 und 06.30 Uhr wird der gesamte Flugverkehr am Südflughafen eingestellt. Nicht gearbeitet wird in der Nacht von Freitag auf Samstag, da zu diesen Stunden erfahrungsgemäß der stärkste Flugverkehr herrscht.

Für die Umsetzung des 3,2 Millionen Euro teuren Projekts hat sich AENA zwei Fristen gesetzt. Die Arbeiten werden in der schwächeren Reisezeit vom 28. April bis 30. Juni und vom 1. Oktober bis 30. November 2003 durchgeführt.

Im Rahmen der Instandsetzungsarbeiten wird auch die Pistenbeleuchtung und die Beschilderung erneuert werden, kündigt AENA an.
Für das laufende Jahr sieht AENA eine Gesamtinvestition von 111 Millionen Euro in die Infrastrukturen der kanarischen Flughäfen vor. 31,7 Millionen sind für die beiden Flughäfen Teneriffas reserviert.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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