Home

 Canarias24.com: Newsarchiv vom August 2001

Freitag, 31. August 2001
Mörderischer Spaß mit Jet-Skis an den Badestränden

In diesem Sommer verloren bereits fünf junge Menschen ihr Leben bei einem Wassersportunfall. Die Beliebtheit der Wassermotorräder, Jet-Skis genannt, die für viele Jugendliche den größten Sommerspaß darstellen, hat die Anzahl der Jet-Ski-Verleihe an spanischen Stränden in die Höhe getrieben. Mit mörderischer Geschwindigkeit über die Wellen zu rasen hat sich heute zu einer der beliebtesten Wassersportarten entwickelt, nicht zuletzt weil für die Ausübung dieser Sportart keinerlei Prüfungen abgelegt werden müssen; auch der unerfahrenste Urlauber kann am Strand einen Jet-Ski mieten.

Die tragischen Unfälle, die sich meist aufgrund von Leichtsinn und Unerfahrenheit ereignen, haben eine landesweite Polemik ausgelöst, die sich nach dem tödlichen Unfall am Strand von Arona auch auf die Kanarischen Inseln ausgeweitet hat.

Offiziellen Daten zufolge sind auf den Kanarischen Inseln heute rund 500 Jet-Skis zugelassen, die meisten davon in Privatbesitz.

Wenig Respekt vor dem Gesetz
Die 1999 erlassene Verordnung für diese Wasserfahrzeuge schreibt vor, daß Jet-Skis durch eine Zulassungsnummer gekennzeichnet sein müssen. Der Besitzer muß eine Haftpflichtversicherung abschließen und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Mit der außerordentlichen Genehmigung der Eltern oder Erziehungsberechtigten dürfen Jugendliche ab 16 einen Jet-Ski fahren. Eine Fahrerlaubnis ist für Wasserfahrzeuge mit einer maximalen Leistung von 10KW und einer Kiellänge von bis zu 4 Metern bislang nicht erforderlich. Die Jet-Skis müssen eine Distanz von 200 Metern zur Küste und an Badestränden einen Sicherheitsabstand von 50 Metern zu dem für Schwimmer abgegrenzten Bereich einhalten. Weiter sind die Fahrer verpflichtet, eine Schwimmweste zu tragen und in Badegebieten die Geschwindigkeit von 3 Knoten nicht zu überschreiten.
Eingehalten werden diese Vorschriften der vom spanischen Entwicklungsministerium abhängigen Handelsmarine kaum, und die zunehmende Zahl von Unfällen hat nun die Regierungsdelegation auf den Kanaren veranlaßt, sich mit den Bürgermeistern der verschiedenen Touristengemeinden auf Teneriffa über neue Sicherheitsvorkehrungen zu beraten und Maßnahmen zur stärkeren Kontrolle dieser Sportart zu ergreifen. Die Regierungsdelegierte María Victoria Mira hat alle Sicherheitskräfte der Inseln zur Kooperation aufgerufen, um die Nutzung von Jet-Skis an den Küsten der Inseln aufs schärfste zu überwachen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Samstag, 25. August 2001
Warten auf Regen

Die hohen Temperaturen und geringen Niederschläge, die in den ersten acht Moanten dieses Jahres auf den Kanaren verzeichnet wurden, lassen keinen Zweifel mehr daran: Die Inseln erleiden eine der härtesten Dürrezeiten der letzten fünfzig Jahre.

Die Auswirkungen machen sich mittlerweile vor allem auf den östlich gelegenen Inseln bemerkbar, wo die Wasserknappheit ähnlich dramatische Zahlen aufweist wie bei der letzten harten Trockenheitskrise Ende der 70er Jahre. Doch auch auf den westlichen Inseln ist die Lage nicht viel besser.

Wie Experten erklären, fanden die letzten Regenfälle, die wirklich zur Aufstockung der Wasserreserver beitrugen, zwischen Dezmeber 1995 und März 1996 statt.

Teneriffas Umweltbeauftragter Wladimiro Rodríguez Brito bezeichnete die Lage in den Wldgebieten des Südens als "extreme Dürre" und zeigte sich äusserst besorgt.

Jetzt sind alle Hoffnungen auf einen erlösenden "nassen" Herbst und Winter gesetzt.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Dienstag, 21. August 2001
3.000 Kilo kostenlose Bananen

Gestern bot sich den Passanten in Santa Cruz de Tenerife ein ungewohntes Bild: Produzenten aus dem Noden Teneriffas verschenkten insgesamt 3 Tonnen Bananen an die verwunderten Fussgänger. Dabei war die Aktion nicht als Werbegag für die kanarische Frucht gedacht, sondern sollte vielmehr eine Protestaktion der Bauern sein gegen die niedrigen Preise, die sie momentan am Markt für ihr Erzeugnis erzielen können.  (azl)

Freitag, 10. August 2001
Am 11. August: DJ-Parade im Lago Martiánez

Am Samstag den 11. August geht es im Lago Martiánez in Puerto de la Cruz musikalisch zur Sache. Unterstützt von der Stadt Puerto de la Cruz, PAMARSA, dem Loro Parque, und vielen anderen Sponsoren, haben es eine Gruppe junger und unternehmerischer Musikfans geschafft, das Festival "Inspiración Tenerife" auf die Beine zu stellen. Ab 10 Uhr morgens wird der Lago wie üblich für alle Badegäste geöffnet sein. Um 20 Uhr starten dann auf drei verschiedenen Sets die DJs ihre Shows. Abwechselnd werden je drei DJs sieben Stunden lang für Unterhaltung sorgen. Die insgesamt 11 DJs sind auf die verschiedensten Musikrichtungen spezialisiert. Von Soul, Jazz und Funk bis hin zu Beats, House, Garage, African und Brazilian ist für jeden Geschmack etwas im Programm.

Bis 3 Uhr morgens werden die Restaurants und Bars in der Schwimmbadanlage geöffnet sein, denn erst dann wird die Musik ausklingen, um den Lago nach der großen Fiesta für den nächsten Badetag wieder frisch zu machen.

Der Eintritt beträgt 1.000 Peseten. Weitere Infos können über die Website http://www.inspiraciontenerife.com abgerufen werden.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Mittwoch, 8. August 2001
Kanaren entwickeln sich zu einem Paradies für den Golfsport

Immer wieder gibt es auf den Kanaren Meldungen über neue Golfplatzprojekte, die binnen der nächsten Jahre umgesetzt werden sollen. Derzeit wird beispielsweise in Buenavista im Norden Teneriffas an einem neuen 18-Loch-Golfplatz gearbeitet, der schon im Sommer 2002 fertig sein soll. Angesichts der Vielzahl an Golfplätzen könnte man meinen, dass dieser Sportart zu grosse Bedeutung beigemessen wird, doch in Wirklichkeit steigt die Nachfrage ständig, und die Kaufkraft der Golftouristen wurde auch von den Tourismusbehörden der Insel längst als grosses Potential erlannt.

Nun hat eine Studie des Tourismusamtes von Las Palmas de Gran Canaria ergeben, dass die beliebtesten "Golfziele" innerhalb Europas Spanien und Portugal sind, und innerhalb Spaniens besonders oft das Urlaubs-, Freizeit- und Sportprogramm Kanarischer Golf-Hotels gewählt wird. Im Jahr 1999 unternahmen Deutsche, Briten, Schweden und Franzosen insgesamt rund 1 Million Reisen, um den Golfsport zu betreiben. Im Vergleich zu 1998 bedeutet dies einen Anstieg von 11,3%, und auch im letzten Jahr hat sich die Zahl der Golfbegeisterten und demnach die Zahl der durch diesen Sport motivierten Reisen wieder erhöht.

Betrachtet man die durchschnittlichen Urlaubsausgaben dieser Touristen, wird deutlich, warum der kanarische Tourismusförderungsverband so grossen Wert auf diese Feriengäste legt. Die Deutschen geben im Schnitt zwischen 300 und 340 Mark täglich für ihren Urlaubsaufenthalt aus, was rund siebenmal soviel ist, wie ein "normaler" Tourist für jeden Urlaubstag auszugeben bereit ist. Natürlich ist auch zu beachten, und dies ist den Experten der Branche ebenfalls klar, dass diese Urlauber der gehobenen Klasse auch gehobene Ansprüche an Hotel, Golfplatz, Verpflegung und Service stellen.

Das spanische Tourismusbüro in Frankfurt meldete jüngst in einem Bericht, dass der Golfsport in Deutschland "in Mode" ist. Immer mehr Deutsche zieht es auf die Golfplätze, und für den Tourismus auf den Inseln sind dies gute Nachrichten, zumal der Grossteil der Urlauber aus Deutschland kommt. Ausserdem meldete das Tourismusbüro, dass auch die Preise für die Golfausrüstung in den letzten Jahren gesunken sind, so dass diese Sportart kein ausschliessliches Privileg der Reichen mehr ist. Heute werben die früher meist hochnäsigen Golf-Clubs um ihre Mitglieder.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Donnerstag, 2. August 2001
Santa Cruz trinkt ab heute Meerwasser

Ab heute werden über 70.000 Bewohner der Innenstadt von Santa Cruz aus der neuen Entsalzungsanlage mit Leitungswasser versorgt. Die neue Anlage steht im Bereich des Fischereihafens von Santa Cruz und soll, laut dem Geschäftsführer der Wassergesellschaft EMMASA, Juan Alfredo Amigó, bessere Qualität liefern als das bisherige Wasser. So soll der Salz- und Kalkgehalt geringer sein, was sich auch bei Haushaltsgeräten bemerkbar machen soll.

Mit der neuen Anlage werden täglich circa 7000 Kubikmeter Wasser produziert und kann somit bei den natürlichen Reserven eingespart werden.  (azl)


 

 
| Home | Link anmelden | Eintrag ändern | Neue Seiten | Top Seiten | Zufällige Seite | Newsletter | Sitemap |

Copyright © 2000 by Alexander zur Linden. All rights reserved!