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 Canarias24.com: Newsarchiv vom September 2001

Sonntag, 30. September 2001
Videoüberwachung im Vergnügungsviertel von La Laguna

Dem permanenten Streit zwischen Anwohnern und Geschäftsleuten und der Stadt will La Lagunas Bürgermeisterin Ana Oramas jetzt durch Videoüberwachung im berühmtberüchtigten Vergnügungsviertel der Stadt begegnen. Die Anwohner klagen über nächtliche Lärmbelästigung durch Lokale und erhöhte Kriminalität, die Lokalbesitzer wollen nicht auf ihr Geschäft verzichten, und die Stadt steht zwischen den beiden Parteien.
Jetzt hat La Laguna von der kanarischen Regierung die Genehmigung erhalten, acht Videokameras in dem Vergnügungsviertel der Stadt zu installieren, dessen Straßen am Wochenende von Studenten und Nachtschwärmern aus allen Ecken der Insel bevölkert werden.

Von 21 bis 7 Uhr wird gefilmt
Künftig soll mit Hilfe der Kameraüberwachung, die jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 21 Uhr bis 7 Uhr morgens und an den Vorabenden zu Feiertagen die problematischsten Straßen abdeckt, für höhere Sicherheit gesorgt werden.
In einer Pressemitteilung erklärt die Bürgermeisterin, daß die Genehmigung vorläufig über einen Zeitraum von zwölf Monaten erteilt wurde. Die Stadtverwaltung sei verpflichtet, sämtliche Aufnahmen, die keinen Bezug zu Straftaten haben, absolut vertraulich zu behandeln. Dies schließe die umgehende Vernichtung der Aufnahmen ein, die vom gesetzlichen Gesichtspunkt aus irrelevant sind. Weiter teilt Oramas mit, daß nur im Falle eines konkreten Risikos auch der Ton mitgeschnitten werden dürfe.
Trotz der offiziellen Erlaubnis ist das letzte Wort in der Sache noch nicht gesprochen. Nachdem der Antrag zwar in Übereinstimmung mit der lokalen Sicherheitskommission bei der Regierung eingereicht wurde, muß nun nochmals die Meinung aller von dieser Maßnahme betroffenen Sektoren eingeholt werden. Und da teilen sich die Gemüter gewaltig. Die Anwohner sehen in der Videoüberwachung zwar einen ersten positiven Schritt, um dem Problem, unter dem sie seit Jahren zu leiden haben, zumindest etwas beizukommen, halten die Maßnahme aber für höchst unzulänglich.
Die betroffenen Geschäftsleute hingegen kündigen an, daß sie vor Gericht bis in die letzte Instanz gegen das Vorhaben kämpfen werden. Ihrer Meinung nach wird durch die Überwachungskameras lediglich ihr Ansehen und ihre Geschäftstätigkeit geschädigt. Die Stadt soll ihrer Meinung nach ihre Bemühungen lieber verstärkt auf die Bekämpfung des Drogenhandels und die Einhaltung der Sperrzeiten richten.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Freitag, 21. September 2001
Notfallprogramm für Ölkatastrophen an kanarischen Küsten angestrebt

Die kanarische Regierung hat für den 21. September ein wichtiges Treffen anberaumt. Vertreter verschiedener öffentlicher Stellen sollen gemeinsam mit dem Ressort für Territorialpolitik und Umwelt eine Lösung für ein schier auswegloses Problem finden: Ölverschmutzungen, die durch illegale Tankerreinigungen auch immer wieder die kanarische Küste erreichen. Hauptproblem bei der Ausarbeitung eines Notfallprogramms ist der Kompetenzenbereich, denn die Tanker werden meist in internationalen Gewässern gereinigt.

In Kooperation mit: Wochenspiegel

Donnerstag, 20. September 2001
42 Milliarden für den Tourismus

Der Regierungsrat der Kanarischen Inseln hat in seiner ersten Sitzung nach dem Sommerurlaub den "Plan für Infrastrukturen und touristische Qualität" verabschiedet, der bis 2006 Gültigkeit haben wird.

Insgesamt sind für die Durchführung dieses Verbesserungsprogramms rund um das touristische Angebot der Inseln 42 Milliarden Peseten veranschlagt, die zur Hälfte von der autonomen Region und zur Hälfte von den Inselcabildos und den Gemeinden finanziert werden.

Dies gab Regierungssprecher Pedro Quevedo bekannt, der die Hauptzielsetzung dieses Plans mit der Verbesserung der Ausstattung und des Erscheinungsbildes der urbanen und ländlichen Gebiete sowie der Küstenzonen beschrieb. Ebenfalls soll innerhalb dieses Programms die korrekte touristische Nutzung historischer und kultureller Werte angestrebt und eine weitere Diversifikation des touristischen Angebots erreicht werden. Infrastrukturen, die im Zusammenhang mit der Tourismusindustrie stehen, sollen verbessert, und ganz allgemein alle Mängel, die die wirtschaftliche Weiterentwicklung dieses Sektors bremsen, weitestgehend beseitigt werden. Erneut hat die kanarische Regierung hierbei die Infrastrukturen der Ballungzentren des Tourismus sowie ein umfangreiches Komplementärangebot an Freizeitmöglichkeiten ins Auge gefasst; wichtige Punkte die bei der rasanten Entwicklung des Tourismus in den vergangenen Jahren zu sehr ausser Acht gelassen wurden.

Die Kriterien für die Verteidigung der Investitionen werden sich in erster Linie nach der touristischen Nutzung der jeweiligen Inselgebiete richten und in zweiter Linie nach der Bevölkerungszahl der betrachteten Orte.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Dienstag, 11. September 2001
Terror-Angriffe auf USA: World Trade Center in Schutt und Asche

Mehrere Terroranschläge haben heute die USA in den Ausnahmezustand versetzt. Nacheinander sind zwei Flugzeuge, darunter ein vollbesetztes Passagierflugzeug der Grösse 767, ins World Trade Center gestürzt und haben riesige Explosionen verursacht. Beide Türme des weltberühmten Bauswerks sind mittlerweile in sich zusammengebrochen und haben tausende Menschen unter sich begraben.

Ein weiterer Anschlag nach dem gleichen Muster wurden kurz darauf auf das Pentagon verübt. Alle ofiziellen Gebäude der USA wurden evakuirt, der gesamte Flugverkehr eingestellt. Interkontinentalflüge nach Amerika werden auf kanadische Flughäfen umgeleitet.

Wir trauern zutiefst mit den Angehörigen der Opfer.  (azl)

Montag, 10. September 2001
Widerstand gegen die Schließung des Deutschen Konsulats auf Teneriffa

So mancher Leser hat wohl erstaunt die Augen aufgerissen, als er kürzlich die hiesige Tageszeitung El Día aufschlug und auf einer der ersten Seiten die große Schlagzeile "87% der deutschen Residenten auf den Kanaren leben in der Provinz Teneriffa" und darunter etwas kleiner "Zerolo (der Bürgermeister von Santa Cruz) führt mit anderen Stadtverwaltungen der Insel die Opposition gegen die Schließung des Deutschen Konsulats an" las.

"Besser spät als nie" wird so mancher gedacht haben, denn zur selben Zeit wurden einige Straßen weiter, in den Büroräumen wo seit fast 25 Jahren das Deutsche Konsulat untergebracht war, die letzten Aktenordner in die Umzugskisten gepackt. Seit dem 31. August ist das Konsulat Santa Cruz geschlossen und die konsularischen Aufgaben werden jetzt vom Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Las Palmas de Gran Canaria mit übernommen.

Seit die entsprechende Entscheidung des Auswärtigen Amtes Berlin vor rund einem Jahr bekannt wurde, sind Ströme von Tinte bzw. Druckerschwärze geflossen, um die Proteste gegen diesen Beschluß, die von allen Seiten kamen, zu Papier zu bringen. Die vergangenen Monate haben gezeigt, daß gegen die Entscheidung eines deutschen Ministeriums weder Proteste noch sachliche Argumente etwas ausrichten.
Der kürzliche Besuch von Konsul Xaver Kramlinger aus Las Palmas im Rathaus von Santa Cruz hat den Stadtverordneten für institutionelle Angelegenheiten, Antonio Bello, offenbar veranlaßt, das leidige Thema noch einmal aufzugreifen. Ihm ist es wohl zu verdanken, daß El Día eine ganze Seite lang die Argumente noch einmal aufgreift, die für die Erhaltung des Deutschen Konsulats auf Teneriffa sprechen und die zahlreichen Aktionen aufzuzeigen, die (leider erfolglos) unternommen wurden.

"Die Stadtverwaltung von Santa Cruz solidarisiert sich mit der deutschen Kolonie auf Teneriffa, die sehr groß ist, und mit den rund 60.000 deutschen Langzeiturlaubern, die die Wintermonate hier verbringen, in ihrem Protest gegen die Schließung des Konsulats," erklärte Bello der Zeitung El Día. Miguel Zerolo, der Bürgermeister der Inselhauptstadt wolle gemeinsam mit den übrigen Bürgermeistern der Insel beim spanischen Außenminister Josep Piqué intervenieren. Der soll sich bei seinem deutschen Amtskollegen dafür einsetzen, daß das Konsulat in Santa Cruz erhalten bleibt, erklärt er an anderer Stelle.

Bestimmt ein vergeblicher Versuch wie viele andere vorher und leider viel zu spät. Doch sollte man auf jeden Fall den guten Willen anerkennen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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