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 Canarias24.com: Newsarchiv vom Oktober 2001

Mittwoch, 31. Oktober 2001
Puerto: Inbetriebnahme der Kläranlage gefordert

Puertos ehemaliger Bürgermeister und Vorsitzender der nationalistischen Partei Coalición Canaria (CC), Marcos Brito, warnte kürzlich vor den gravierenden Folgen, die eine weitere Verzögerung der Inbetriebnahme der Kläranlage EDAR bringen kann.

Seit vier Jahren ist die Kläranlage gegenüber dem Hotel Maritim in Puerto de la Cruz fertig, die Kanalisation und der Anschluß der drei Gemeinden, deren Abwässer hier geklärt werden sollen, jedoch längst noch nicht. Seit Jahren wird an dem neuen Kanalisationssystem von Puerto, La Orotava und Los Realejos gearbeitet, doch bis heute deutet nichts auf eine kurz bevorstehende Einweihung der Kläranlage hin.
Marcos Brito kritisiert ohne Vorbehalt die Haltung der sozialistischen Regierungspartei im Gemeinderat, "die unverständlicherweise ein solch bedeutendes Problem unbeachtet läßt". Die Verschmutzung der Küstengewässer und des Untergrunds bedeute ein potentielles Risiko für die Tourismusbranche und für die Anwohner, betont Brito, und daher müsse die regierende Partei im Rathaus dringend alle Hebel in Bewegung setzen, um die Inbetriebnahme der Kläranlage zu beschleunigen. Anderenfalls bestehe „"Gefahr für die Strandbesucher", machte Brito deutlich. Er wies jedoch auch darauf hin, daß er in keiner Weise beabsichtige, die Bevölkerung zu alarmieren. Er sähe sich als Vorsitzender von CC lediglich dazu verpflichtet, "sich von der Nachlässigkeit der Sozialisten zu distanzieren, die offensichtlich nicht erkennen wollen, wie wichtig die Klärung der Abwässer für die Bevölkerung ist".

Im Juni dieses Jahres wurde in einer Gemeinderatssitzung einstimmig beschlossen, die Inbetriebnahme der Kläranlage EDAR so rasch wie möglich durchzusetzen. Allerdings führen die nicht abgeschlossenen Kanalisatiosarbeiten weiterhin zu Verzögerungen, und bislang wurde kein Termin für die Einweihung der EDAR bekanntgegeben.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Mittwoch, 24. Oktober 2001
Vollautomatische Wettervorhersage auf Teneriffa

Teneriffa verfügt seit kurzem über die erste Wetterbeobachtungsstation Spaniens, die mit einem hochmodernen automatischen Radiosondiersystem ausgestattet ist. Wie Enrique Martín Cabrera, Direktor des Inm, bei der feierlichen Einweihung der neuen Wetterstation am 15. Oktober erklärte, werden hier mehrmals täglich mit Helium gefüllte Ballons in die Luft aufsteigen. An ihnen sind sogenannte Radiosonden befestigt, die die genauesten Meßdaten, was Temperatur, Luftfeuchtigkeit, atmosphärischer Druck etc. betrifft, in Realzeit an einen Empfänger am Boden senden. Auf diese Art können sehr viel exaktere Wettervorhersagen erstellt werden als bisher.

Ziel ist es unter anderem mit dieser Station in absehbarer Zeit das Wetter auf den Kilometer genau vorherzusagen. Die Datenauswertungen des Nationalen Meteorologieinstituts (Inm) ermöglichen dank des Einsatzes hochmoderner Computer immer genauere Wettervorhersagen. So könnte es bereits in etwa 10 Jahren soweit sein, daß die Wetterbedingungen auf den Kilometer genau vorhergesagt werden können. Heute umfaßt die Kapazität noch ein Gebiet von 45 Kilometern. Diese genauen Wettervorhersagen, die sich modernster Techniken bedienen, sind vor allem für die Kanarischen Inseln von großem Vorteil, wo eine exakte Vorhersage wegen der bergigen Orographie äußerst schwierig ist.
Mit diesen Erklärungen weihte Enrique Martín Cabrera, Direktor des Inm, kürzlich eine neue Wetterstation in Güimar auf Teneriffa ein.
Das besondere an dieser Wetterbeobachtungsstelle ist, daß sie über das erste automatische Radiosondiersystem Spaniens verfügt. An einen mit Helium gefüllten Latexballon wird eine Radiosonde gehängt. Der Ballon steigt bis in eine Höhe von maximal 30 Kilometer auf, wobei sich der atmosphärische Druck verringert, sich der Ballon dadurch ausweitet und letztendlich zerplatzt. Anhand der Werte, die mit der Radiosonde erfaßt und an einen Empfänger am Boden geschickt werden, können Klimakarten erstellt werden, die die genaue Position von Hoch- und Tiefdruckgebieten sowie die damit einhergehenden Wolkenfronten anzeigen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Dienstag, 16. Oktober 2001
Teneriffa bekommt ein Hundertwasser-Hotel

Ein Bauwerk im Einklang mit der Natur und der individuellen Kreativität zur Zurückgewinnung der menschlichen Würde in der Architektur – das war die Vision des österreichischen Künstlers und Architekten Friedensreich Hundertwasser, die sich jetzt, ein Jahr nach seinem Tod, zu erfüllen scheint.

Anfang Juli gab die Gemeinde San Miguel de Abona grünes Licht zur Konstruktion des "größten bewohnbaren Kunstwerks der Welt" – ein fünf-Sterne-Hotel nach den Plänen von Hundertwasser. Auf Vorschlag von Robert Rogner, Initiator und Erbauer des Thermenhotels "Hundertwasser Rogner Bad Blumau", hatte der Künstler bereits 1998 mit der Entwicklung eines ähnlichen Projektes für die Insel Teneriffa begonnen. Noch an seinem Todestag, dem 19. Februar 2000, faxte Hundertwasser seinem Freund und Nachlaßverwalter Joram Harel letzte Entwurfsideen zur Teneriffa-Anlage.

Die Hotelanlage wird nun auf einem 45.000 Quadratmeter großen Grundstück im Süden der Insel entstehen, etwa 10 Kilometer vom Flughafen entfernt. Südlich grenzt das Gelände direkt an das Meer und nördlich an den Golfplatz "Golf del Sur".

112 Millionen Euro wird dieses Projekt voraussichtlich verschlingen, das durch abwechslungsreiche und farbenprächtige Vielfalt und der für den Künstler typischen Unregelmäßigkeit aus der herkömmlichen Architektur hervorsticht. Alle Fenster haben unterschiedliche Größen und Proportionen und sind in unregelmäßigen Abständen geplant. Außerdem wird das Gebäude mit Türmen und Kuppeln versehen und die Dachflächen werden mit Büschen und Bäumen bepflanzt. Dem Hotel, das über 365 Suiten und Hotelzimmer mit einer Durchschnittsgröße von
48 Quadratmetern sowie einen großzügig angelegten Fitness- und Wellness-Bereich, fünf Swimming-Pools mit Meer- und Süßwasser und fünf Restaurants sowie vier Bars verfügen wird, soll außerdem ein öffentliches Hundertwasser-Museum angeschlossen werden. Natürlich werden die Hotelgäste auch bevorzugtes Nutzungsrecht des nebenan gelegenen 27-Loch Golfplatzes haben.

Nach letzten Informationen sollen die Bauarbeiten bereits begonnen haben und bis zum Jahr 2004 beendet werden. Betreiber des Hotels wird die deutsche Hotelgesellschaft Dorint AG sein.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Dienstag, 9. Oktober 2001
Fliegen auch in Spanien teurer

Die Fluggesellschaften erleben derzeit weltweit eine der schlimmsten Krisenzeiten ihrer Geschichte. Auch in Spanien haben die Terror-Anschläge vom 11. September den Sektor in eine schwere Krise gestürzt. Die nationalen Fluggesellschaften versuchen nun, durch Reduzierung der Belegschaft, Stornierung neuer Flugzeugkäufe und Erhebung einer zusätzlichen Sicherheitsgebühr, die auf den Ticketpreis aufgeschlagen wird, der Lage Herr zu werden. Air Europa und Iberia haben am 2. Oktober ihre Ticketpreise für nationale und internationale Flüge um 1.331 Peseten erhöht. Spanair plant ebenfalls Preisaufschläge, gab allerdings noch nicht bekannt, um wieviel erhöht wird. Die Fluglinien rechtfertigen diese Maßnahme unter anderem mit der drastischen Erhöhung der Versicherungsbeiträge.

Auch die Problematik der Sicherheitsfrage des Luftverkehrs schlägt große Wellen. So plädiert die spanische Regierung, im Gegensatz zu der von den USA angestrebten Verstärkung der Sicherheit in den Flugzeugen, vor allem dafür, die Kontrollen an den Flughäfen zu verschärfen. Auf allen 47 spanischen Flughäfen, über die jährlich rund 140 Millionen Passagiere abgefertigt werden, wurde die Polizeipräsenz bereits am Tag nach den Attentaten erheblich erhöht. Außerdem soll sobald wie möglich jedes aufgegebene Gepäckstück durchleutet werden. Bei Flügen in die Staaten machen sich die verschärften Sicherheitsmaßnahmen bereits deutlich bemerkbar: Das Flugzeug-Menü wird neuerdings nur noch mit Plastikbesteck serviert.


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Freitag, 5. Oktober 2001
Neuer Eröffnungstermin für die Avda. Tres de Mayo

Im Frühling nächsten Jahres soll es soweit sein. Dann dürfen nicht nur Fußgänger die neue Allee der Avenida Tres de Mayo in Santa Cruz genießen, sondern auch der Verkehr soll bis dahin ober- und unterirdisch wieder fließen. Dies gab der Beauftragte für Straßenbau der kanarischen Regierung, Antonio Castro Cordobez, bekannt.

Cordobez kündigte die Wiedereröffnung der Hauptverkehrader von Santa Cruz für März 2002 an. Ein gewagtes Versprechen, denn es ist nicht das erste Mal, daß ein Termin festgesetzt wird, der später nicht eingehalten werden kann. Diesmal ist Cordobez jedoch zuversichtlich, denn die finanzielle Seite sei nunmehr geklärt, versicherte er, und das Entwicklungsministerium habe grünes Licht für die Erhöhung des Budgets um weitere 200 Millionen Peseten gegeben, die notwendig sind, um die Tunnelführung des Tres de Mayo an die europäischen Sicherheitsvorschriften anzupassen und das Aussehen der Avenida an der Oberfläche etwas zu "retouchieren".

Auch für die Arbeiten an der Großbaustelle an der Nordautobahn zwischen Santa Cruz und La Laguna setzte Cordobez einen Fertigstellungstermin fest. Bis Oktober 2002 sollen die Arbeiten noch andauern. Im kommenden Herbst-Winter sollen die geplagten Autofahrer dann endlich von den täglichen Staus erlöst werden.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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