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 Canarias24.com: Newsarchiv vom Oktober 2004

Dienstag, 19. Oktober 2004
LIDL bald auch auf den Kanaren

Wie vor kurzem bekannt wurde, plant der deutsche Billig-Anbieter Lidl die Eröffnung von sechs Verkaufsfilialen auf den Kanarischen Inseln. Jeweils drei davon sollen auf Teneriffa und auf Gran Canaria entstehen. Die Städte La Laguna, Puerto de la Cruz und Granadilla werden die Niederlassungsorte des Discount-Riesen auf Teneriffa sein.

Die notwendigen Lizenzen sollen bereits vom zuständigen kanarischen Industrie- und Handelsministerium – zumindest für Teneriffa – autorisiert worden sein und die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung im Amtsblatt der Kanarischen Inseln (Boletín Oficial de Canarias – BOC) geschah am Donnerstag, dem 30. September.
In La Laguna ist demzufolge eine 1.286,40 qm große Fläche an der Avenida La Libertad im Industriegebiet Los Majuelos als Standort vorgesehen. In Puerto de la Cruz wird Lidl gegenüber vom Industrieviertel San Jerónimo in Piedra Redonda, Las Arenas, seine Türen aufmachen. Also in direkter Nachbarschaft zu den großen Einkaufszentren im Valle de La Orotava. Granadilla wird Lidl auf der Avenida de la Democracia im Stadtviertel San Isidro beherbergen.
Die vorgesehene Verkaufsfläche der einzelnen Filialen wird jeweils unter 1.500 qm liegen. Dies ist besonders wichtig im Hinblick auf die spanische Gesetzgebung, die Flächen über dieser Größe als "Großflächige Verkaufszentren" definiert, die härteren Auflagen unterliegen. Lidl könnte diese Schwierigkeit umgehen, indem man, wie von kritischen Vertretern der Kleinladeninhaber eingewendet, einfach ein Großlager baut, von dem aus das gesamte Netzwerk versorgt wird. Die Ausmaße des Großlagers sollen demnach ca. 4.000 qm betragen.
In den Lidl-Supermärkten wird nicht der Verkauf von Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch oder Obst stattfinden. Dafür wird die restliche Produktpalette aber, wie auch in Deutschland, mit unschlagbaren Angeboten aufwarten können. Die Angst unter den Besitzern kleinerer und mittlerer Verkaufsläden ist dementsprechend groß, vor allem in Erwartung der berühmt-berüchtigten Schnäppchen.

Insgesamt sind bis zu 12 Filialen auf dem Archipel geplant, da die kanarische Regierung den Markt in diesem Sektor noch nicht gesättigt sieht. Lidl hat in den letzten 10 Jahren mehr als 360 Läden in Spanien eröffnet. Diese Zahl ist vergleichsweise gering, wenn man sie mit den 2.556 Supermärkten des Marktführers Dia - Tochterfiliale der französischen Carrefour-Supermärkte - vergleicht. Dia liegt dementsprechend mit 60,3% Marktanteil unangefochten an der Spitze, während Lidl mit 22,6% die Nummer 2 ist, Plus mit 12,1% Rang 3 belegt und Aldi abgeschlagen auf Platz 4 landet (4%).


In Kooperation mit: Wochenspiegel

Freitag, 15. Oktober 2004
ITER will größten Solarpark Europas auf Teneriffa bauen

Das Institut für Technologie und Erneuerbare Energien ITER hat ein neues Großprojekt ins Auge gefasst. Um die erneuerbaren Energien auf der Insel weiter auszubauen, soll in Granadilla ein fotovoltaischer Energiepark entstehen, der aufgrund seiner Ausmaße zum größten Solarkraftwerk Europas werden könnte. Dies gaben die Inselbeauftragte für Wirtschaftsentwicklung Mónica Méndez und ITER-Direktor Manuel Cendagorta während einer Pressekonferenz im Cabildo bekannt.

Der Solarpark ist auf einem 160.000 Quadratmeter großen Gelände in der Nähe der ITER-Zentrale in Granadilla geplant. Wie Manuel Cendagorta ankündigte, wird das Solarkraftwerk aus 150 Solarmodulen mit einer Leistung von je 100 Kilowatt bestehen und somit eine maximale Leistung von 15 Megawatt erzielen. "Jedes Modul wird sich aus 576 Kollektoren zusammensetzen, die wiederum in 24 Reihen angelegt werden", fuhr Cendagorta fort.

Es ist vorgesehen, dass die Module an private Investoren verkauft werden, während das ITER für den Bau und den Betrieb des Kraftwerks verantwortlich sein und dafür 15% der Produktion der Anlage beanspruchen wird. „Wenn das Projekt komplett umgesetzt wird, könnten wir etwa 2% des gesamten Energiebedarfs der Insel mit dieser sauberen Energie abdecken“, erklärte Manuel Cendagorta. Dies sei zwar kein übermäßig hoher Prozentsatz, doch die Tatsache, dass es sich um eine umweltschonende Energieerzeugung handele und Spanien sich bekannterweise anstrengen müsse, um die im Protokoll von Kyoto festgelegte Emissionsreduktionspflicht zu erfüllen, erscheine ihm die Investitition in ein solches Projekt mehr als gerechtfertigt. "Mit einer Energieerzeugung von 100 Kilowatt pro Solarmodul würden 150 Tonnen Kohlendioxid eingespart", betont Cendagorta.

Alles in allem bezeichneten Mónica Méndez und Manuel Cendagorta das Projekt als "einzigartige Chance" und ermunterten potentielle Investoren, sich für die Förderung der erneuerbaren Energien zu entscheiden. Die Umsetzung des Projektes in den dargestellten Ausmaßen hängt von der Investitionsbereitschaft ab. Das erste Solarmodul will das ITER selbst finanzieren und übernehmen. Der Bau weiterer Module bis hin zu den geplanten 150 ist eine Zukunftsvision, die ITER und Cabildo mit der notwendigen Unterstützung von privater Seite zu realisieren hoffen.


In Kooperation mit: Wochenspiegel


 

 
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